Physio- und Ergotherapie Roman Rumpf

Wunstorfer Landstr. 57
30453 Hannover

Telefon: 0511/48 43 59
E-Mail: rorumpf@t-online.de

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Sie erreichen uns per Bus mit der Linie 700 und 581 sowie der Straßenbahnlinie 10 - Endpunkt. Unsere Praxis befindet sich auf der Ecke Wunstorfer Landstraße / Richard-Lattorf-Straße. Parkmöglichkeiten sind unmittelbar vor der Praxis vorhanden. Unsere Praxis ist zudem rollstuhl- und behindertengerecht ausgestattet.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Anfahrt und freuen uns auf Ihren Besuch.

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News

Schutzausrüstung für Ski- und Snowboardfahrer

Die Ski- und Snowboardsaison ist in vollem Gange. Neben dem richtigen Snowboard oder den richtigen Skiern und Skischuhen ist auch die passende Schutzausrüstung essentiell für Spaß und Sicherheit auf der Piste. Die Produktexperten von TÜV Süd geben einen Überblick, worauf Verbraucher bei der Wahl von Skihelm, Skibrille, Rückenprotektor und Lawinenausrüstung achten sollten.

Skihelm

Ein gut sitzender Skihelm kann schweren Kopfverletzungen vorbeugen und ist daher unerlässlich für sicheren Wintersport. Damit der Skihelm bei einem Sturz optimal schützt, muss er richtig passen. So sollte er nicht drücken und bei geöffnetem Kinngurt beim Nicken, Kopfschütteln oder bei nach unten gehaltenem Kopf nicht rutschen. "Die richtige Helmgröße kann man ermitteln, indem man ein Maßband an der breitesten Stelle waagerecht um den Kopf legt und einen Zentimeter über den Augenbrauen zusammenführt. Die gemessenen Zentimeter entsprechen der Helmgröße", erklärt Frank Wittmann, TÜV Süd-Produktexperte für Persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Zu den wichtigen Parametern für die Helmauswahl gehören neben der Passform das Gewicht, die Einstellmöglichkeiten und die Klimaregulierung. Wer viel schwitzt, sollte sich für ein Modell entscheiden, bei dem Innenfutter und Ohrenpads herausnehmbar und waschbar sind. Wichtig ist auch, dass der Helm über gute Belüftungseigenschaften verfügt. Doch die Haltbarkeit eines jeden Helms ist begrenzt: "Da der Skihelm aus Kunststoff besteht und durch Feuchtigkeit, Schweiß und UV-Strahlung altert, sollte er spätestens nach drei bis fünf Jahren ausgetauscht werden. Ebenso nach einem Sturz oder einem kräftigen Schlag, da sonst der optimale Kopfschutz nicht mehr gewährleistet ist", so der Experte.

Skibrille

Strahlender Sonnenschein, blendend weiße Pisten und Fahrtwind lassen die Herzen von Ski- und Snowboardfahrern höher schlagen - bedeuten aber Stress für die Augen. Daher sollte auch eine gute Skibrille zur Grundausrüstung gehören. Sie verhindert Blendwirkungen, schützt vor Witterungseinflüssen wie Schnee, Eisregen und UV-Strahlung, hält Zugluft ab und beugt bei einem Sturz womöglich Augenverletzungen vor. Beim Kauf gilt es einige Faktoren zu beachten:

  • Passform: Das wichtigste Kriterium für die Sicherheit ist die richtige Passform der Brille. Sie sollte bequem, aber rutschfrei sitzen, nicht drücken und das Gesicht sollte vom Rahmen fest umschlossen werden. Für festen Sitz sorgt ein elastisches, verstellbares Kopfband. TÜV Süd-Experte Thomas Michael Maier rät: "Verbraucher sollten den Helm zum Skibrillenkauf mitnehmen und sich genügend Zeit zum Anprobieren nehmen. Nur so lässt sich testen, ob beides zusammenpasst."
  • Material: Die Scheiben hochwertiger Skibrillen sind meist aus dem splitter- und bruchsicheren Kunststoff Polycarbonat hergestellt, der verzerrungsfreies Sehen gewährleistet. Doppelt verglaste Scheiben sorgen dafür, dass hinter der Brille weniger Feuchtigkeit entsteht und diese besser nach außen abgegeben werden kann.
  • UV-Schutz: Damit die Augen optimal vor UV-Strahlung geschützt sind, sollte das Glas der Skibrille eine Filterwirkung bis zu einer Wellenlänge von 380 Nanometern haben - eine gute Brille schützt meist bis 400 Nanometer.
  • Blendschutz: Getönte Scheiben sorgen für Blendschutz und sichere Sicht. Dabei kommt es auch auf die Farbe der Tönung an: Dunkelbraune oder -graue Gläser schützen die Augen bei gleißendem Licht am besten. In der Dämmerung, bei Schneefall oder Nebel verbessern gelbe oder orange Tönungen die Wahrnehmung. Viele Brillenhersteller bieten auswechselbare Gläser für den Rahmen an, welche für die jeweiligen Sichtbedingungen auf der Piste optimiert sind.
  • Schutz vor Zugluft: Auch Zugluft bedeutet Stress für die Augen. Deshalb sollte die Brille das Auge möglichst weit umschließen. Damit die Brille während der Fahrt nicht beschlägt, ist ein gut funktionierendes Belüftungssystem nötig. Auch eine "Antifog-Beschichtung" auf der Innenseite der Scheiben beugt dem Beschlagen der Scheiben vor.
  • Brillenträger: Personen, die im Alltag eine Brille tragen, sollten natürlich auch auf der Piste nicht im Blindflug unterwegs sein. Kommt das Tragen von Kontaktlinsen nicht in Frage, schaffen Skibrillen mit Einsätzen für optische Gläser Abhilfe. Eine Alternative ist das so genannte Shield, bei dem die eigentliche Brillenverglasung als Scheibe in die Skibrille eingearbeitet ist. Schließlich gibt es auch Skibrillen, die Wintersportler einfach über ihre normale Brille ziehen können oder Helme mit fest montiertem Visier.
Rückenprotektor Um die Wirbelsäule bei einem Aufprall zu schützen und Verletzungen im Rückenbereich zu vermeiden, setzen immer mehr Ski- und Snowboardfahrer auf Rückenprotektoren. Frank Wittmann unterscheidet zwei Arten: "Es gibt Protektoren, die mit Schulter- und Bauchgurt am Körper fixiert werden, und dünne, oft ärmellose Westen mit integriertem Protektor, der zum Waschen auch herausnehmbar sein sollte." Große Unterschiede gibt es nach Aussage des Experten bei der Belüftung. Oft sind Weichschaum-Protektoren etwas weniger gut belüftet, bieten aber vergleichsweise mehr Tragekomfort. Hartschalen-Protektoren sind in der Regel besser belüftet, aber dafür etwas weniger anschmiegsam. Besonders Skifahrer, Snowboarder und Freerider, die sehr sportlich unterwegs sind, sind mit letzterer Variante besser beraten.

In jedem Fall muss der Protektor perfekt passen. Zur Auswahl sollten Wintersportler am besten verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern anprobieren und dabei zusammen mit der eigenen Skikleidung Sitz und Beweglichkeit der Ausrüstung testen. Der Protektor sollte möglichst körpernah, in jedem Fall aber unter der Oberbekleidung getragen werden, damit sich kein Schnee fängt und er im Ernstfall nicht verrutschen kann.

Frank Wittmann gibt weitere Tipps zur Lagerung: "Protektoren sollten am besten bei Zimmertemperatur gelagert werden, da sie sonst unangenehm steif werden können. Besonders beim Packen für den Skiurlaub ist darauf zu achten, dass der Protektor nicht unter einem schweren Koffer liegt oder geknickt wird, sonst besteht die Gefahr, ihn zu beschädigen." Nach einem heftigen Schlag sollte der Rückenprotektor ersetzt werden, da die Schutzwirkung an der Aufprallstelle stark reduziert sein kann.

Lawinenairbag

Skitourengeher oder Freerider, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen, wissen, welche Gefahr von einer Lawine ausgeht. Viele setzen daher auf tragbare Lawinenairbags. Der Airbag ist in einem Rucksack untergebracht, der über einen Griff verfügt, mit dem das Luftkissen ausgelöst und im Kopf-, Nacken- und Rückenbereich aufgeblasen wird. Die zusätzlich erzeugte Auflagefläche hilft im Ernstfall, nicht zu tief in den Schneemassen zu versinken und den Körper zudem in der Auslaufphase der Lawine in eine überlebenswichtige, möglichst flache Position zu bringen. Außerdem soll die Auffindbarkeit erhöht werden.

"Grundsätzlich sollte ein Lawinenairbag-Rucksack Stauraum für Sonde, Schaufel und Erste-Hilfe-Set bieten. Ein LVS-Gerät - den sogenannten Lawinenpiepser - sollte möglichst körpernah im mitgelieferten Tragesystem getragen werden. Ohne diese Grundausrüstung ist es fahrlässig, sich im ungesicherten alpinen Gelände zu bewegen", so Volker Kron, TÜV Süd-Produktexperte für Bergsport und Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Er erklärt außerdem, welche Faktoren beim Kauf eines Lawinenairbags noch berücksichtigt werden sollten:

  • Auslösedauer: In einer Notsituation ist es entscheidend, dass sich der Lawinenairbag innerhalb weniger Sekunden auslösen und aufblasen lässt.
  • Fülltechnologie: Es wird zwischen zwei Arten der Befüllung unterschieden. Entweder kommt eine mit Gas oder Druckluft gefüllte Kartusche zum Einsatz oder es wird eine akkubetriebene Turbine genutzt. Während die Kartusche nach einmaligem Auslösen ausgetauscht werden muss, können Modelle mit eingebautem Akku mehrfach verwendet und an der Steckdose aufgeladen werden. "Der Vorteil der elektrischen Systeme ist, dass sie bedenkenlos für den Ernstfall getestet werden können. Neu sind eine Bluetooth-Verbindung und ein Selbsttest bei jedem Einschalten. Durch Superkondensatortechnologie als Energiespeicher können kalte Temperaturen der Leistung nichts anhaben. Sollte am Berg der Kondensatorstand sinken, ist das System mithilfe von Batterien wieder aufladbar", weiß der Experte.
  • Gewicht: Das Gewicht des Lawinenrucksacks beeinflusst vor allem bei längeren Touren den Tragekomfort. Der Trend geht zu immer leichteren Modellen, so gibt es Airbags bereits ab einem Gewicht von rund 800 Gramm.
  • Sichtbarkeit: Da bei der Bergung von Lawinenopfern jede Minute zählt, ist es wichtig, dass der Airbag eine Signalfarbe wie rot oder orange trägt.

Geprüfte Sicherheit

Mit einer passenden Schutzausrüstung steht dem Pistenspaß nichts mehr im Weg. Doch wann sind Skihelm, Protektor und Co. auch qualitativ gut und sicher? Verbraucher sollten beim Kauf auf das blaue Oktagon von TÜV Süd achten.

  • Skihelme: Ein Prüfzeichen wie das TÜV Süd-Oktagon belegt umfangreiche Tests auf Grundlage der europäischen Norm EN 1077 A/B. Diese legt Mindestanforderungen an die Funktionstauglichkeit und das Prüfprogramm fest. Geprüft werden unter anderem die Durchdringungsfestigkeit und die Stoßdämpfung des Helms.
  • Skibrillen: Auch bei der Auswahl der Skibrille bieten das GS-Prüfzeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das blaue Oktagon eine Orientierungshilfe. Die Sportprodukte-Profis testen unter anderem Stabilität, Material und Gebrauchseignung.
  • Rückenprotektoren und Lawinenairbags: Mit dem TÜV Süd-Oktagon gekennzeichnete Produkte sind nach der Norm für Lawinenairbagsysteme (EN 16716:2017) im Labor sowie am Berg geprüft, Protektoren werden ebenfalls von Experten auf Sicherheit und Stoßfestigkeit geprüft. Lawinenairbagsysteme und Protektoren sind PSA (Persönliche Schutzausrüstung) der Kategorie II nach Verordnung (EU) 2016/425 und müssen eine CE-Kennzeichnung aufweisen.

Neues KfH-Poster - Trainingsprogramm für zu Hause

Wer sich regelmäßig bewegt, beugt Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Übergewicht vor und kann eine Nierenerkrankung positiv beeinflussen. Gerade ältere Patientinnen und Patienten profitieren davon. Das neue KfH-Poster zeigt 20 speziellen Übungen für ein gezieltes Training zu Hause.

Durch das Alter verliert der Körper nach und nach an Leistungsfähigkeit und ist weniger belastbar. Kommt eine chronische Erkrankung wie Niereninsuffizienz hinzu, bauen die Muskeln wegen der langen Ruhezeit besonders schnell ab. Gerade ältere Menschen können durch regelmäßige, gezielte Bewegungen diesem Prozess wirkungsvoll entgegentreten. „In allen Stadien einer Nierenerkrankung hat regelmäßige Bewegung positive Effekte, kann längere Lebensdauer, niedrigere Krankheitsrate, weniger Krankenhausaufenthalte und bessere Lebensqualität bedeuten“, sagt Professor Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH. Das bestätigt auch die DiaTT Studie (Dialyse Trainings-Therapie, www.diatt.de) der Technischen Universität München, zu deren Kooperationspartnern das KfH und die Deutsche Gesellschaft Rehabilitationssport für chronisch Nierenkranke e.V. gehören. Das Studienteam unterstützte das KfH bei der Auswahl der 20 Übungen.

Das neue KfH-Poster „Mein Trainingsprogramm“ im DIN A1-Format ist eine Zusammenführung der Bewegungsserie aus den vier Ausgaben des KfH-Patientenmagazins „aspekte“ im Jahr 2022. Die 20 Übungen zur Förderung von Flexibilität, Kraft und Koordination werden mithilfe von Grafiken erklärt und können jederzeit zu Hause praktiziert werden. Dabei wird die Muskulatur nur leicht beansprucht; eine Gefahr der Überlastung besteht nicht.

Das Poster kann kostenfrei bestellt werden: Redaktion KfH-aspekte, Martin-Behaim-Str. 20, 63263 Neu-Isenburg oder über info@kfh-dialyse.de.

Der Sitz muss sitzen

Für den Fahrgenuss - und die Rückengesundheit - ist kein Bauteil im Auto wichtiger als der Sitz. Nichts wird von den Insassen intensiver genutzt. Deshalb vergibt der unabhängige Verein Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. bereits ein AGR-Gütesiegel für Autositze, die dem Anspruch nach Ergonomie besonders gerecht werden. Jetzt eröffnen E-Autos und autonomes Fahren den Sitz-Entwicklern noch mehr Möglichkeiten für rückengesundes Sitzen im Auto.

Wer zu lange im Auto sitzt, schadet vor allem seinem Rücken: Mehrstündige Fahrten führen oft zu Schmerzen in Rücken, Nacken, Schultern und Kopf. Verspannungen im Lenden- und Beckenbereich, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar ernsthafte Beschwerden wie Bandscheibenvorfälle können auftreten. Sitzen im Auto ist grundsätzlich nicht förderlich für die Gesundheit. Experten für Rückengesundheit nennen es die schlimmste Form des Sitzens überhaupt: "Der Fahrer wird in eine sehr starre Sitzposition gezwungen. Das ist dem Sicherheitsaspekt geschuldet und dem heutigen Design der Autos", erklärt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V.

Elektromobilität und autonomes Fahren fördern Rückengesundheit im Auto

Deshalb sieht der Experte für Rückengesundheit in der Entwicklung völlig neuer Cockpit-Konzepte im Rahmen der Elektromobilität und des autonomen Fahrens eine große Chance für mehr Bewegungsfreiheit im Auto. "Wenn wir nicht mehr hoch konzentriert den Verkehr im Blick haben müssen und irgendwann alle nur noch Passagiere in einem Auto sind, dann ermöglicht das auch Designern völlig neue Optionen hinsichtlich flexiblerer Sitzkonzepte", so Detjen. Und selbst wenn die Autos aktuell noch nicht vollständig autonom fahren, wird das Autofahren bald noch rückenfreundlicher werden: "Es könnten schon bald Sensoren steuern, dass der Fahrer zum Beispiel während der Fahrt eine Massage erhält, die den Puls reduziert. Aber auch andere Vitalwerte lassen sich nutzen, um die Sitzposition automatisch entspannter und agil zu gestalten", erklärt der AGR-Experte für Rückengesundheit und Ergonomie.

Und die Fokussierung der Autoindustrie auf Elektromobilität schafft bereits heute weitere Optionen für noch mehr Rückengesundheit beim Fahrersitz: "Die E-Mobilität eröffnet neue Möglichkeiten, führt aber auch zu neuen Herausforderungen. Um die Reichweite effizient zu nutzen, sollte die zur Verfügung stehenden Energie optimal eingesetzt werden. Das Wohlbefinden der Insassen im Auto steht dabei im Fokus. So gilt es bei der Innenraumtemperierung den Kontaktbereich für den Kunden angenehm zu gestalten, d.h. insbesondere den Sitz und das Lenkrad mit einem möglichst geringen Energieeinsatz optimal zu erwärmen!", sagt Stefan Koob, der unter anderem die Sitzentwicklung bei Opel leitet.

Zahlreiche Autobauer bieten Autositze mit AGR-Gütesiegel

"Fahrzeug-Insassen kommen mit keinem Bauteil im Auto so intensiv in Kontakt wie mit dem Sitz. Unser Ziel als Autohersteller ist es deshalb, dass unsere Kunden selbst bei langen Autoreisen nicht über den Sitz nachdenken müssen, weil dieser Komfort bietet und die Kunden auch langfristig vor Rückenschmerzen bewahrt", so Koob, der vom Standort Rüsselsheim die Entwicklung der Sitzstrukturen konzernweit verantwortet. Der Opel-Mutterkonzern entwickelt seine modularen Sitzstrukturen zentral für alle Marken. Die Aufbauten wie Schaumpolsterung und Bezug werden dann markenspezifisch zusammengestellt: "Bei Opel nehmen wir uns die Demokratisierung des Sitzkomforts seit jeher zu Herzen. Das bedeutet, jeder hat das Recht auf gutes Sitzen im Auto - zu bezahlbaren Preisen!", erklärt Koob. Entsprechend war Opel auch der erste Hersteller, der 2002 den weltweit ersten Autositz mit AGR-Gütesiegel einbaute - im Modell Signum. "Heute findet sich in zahlreichen Opel-Modellen ein Sitz mit AGR-Gütesiegel, unter anderem auch im neuen Kompaktklasse-Bestseller Opel Astra, der auch die sogenannte Katzenpfoten-Massage bietet. Auch in einigen weiteren Modellen unseres Konzerns setzen wir auf rückengesunde Sitze", erklärt Koob.

Zahlreiche weitere Autobauer sorgen sich intensiv um die Rückengesundheit von Fahrern - und unterziehen ihre Autositze den strengen Prüfkriterien des AGR-Gütesiegels: Auch Volkswagen geht mit speziellen Sitzen in einer Vielzahl von Modellen auf die individuellen Bedürfnisse der Fahrer und Beifahrer ein. Und auch Nutzfahrzeuge, wie Amarok oder Crafter, rüstet VW mit rückenfreundlichen Sitzen aus. Mercedes-Benz liefert als erster Hersteller weltweit bereits seit Herbst 2015 alle Neufahrzeuge auf Wunsch mit AGR-zertifizierten Fahrer- und teilweise auch Beifahrersitzen aus. In der S-Klasse und dem Maybach besteht diese Möglichkeit auch für Rücksitze.

Optimale Sitzstellung reduziert Rückenbeschwerden - auch bei der Polizei

Berufsgruppen wie Taxifahrer, Paketzusteller oder Berufskraftfahrer sitzen den Großteil des Tages im Auto, für sie ist deshalb besonders wichtig: "Nicht der Körper muss sich dem Sitz anpassen, sondern andersherum", erklärt AGR-Geschäftsführer Detjen und beschreibt die Mindestanforderungen für rückengerechte Autositze: "Rückenlehnen müssen eine wirbelsäulengerechte Ausformung aufweisen. Die Höhe der Lehne sollte mit der Schulter abschließen und die einstellbare Kopfstütze mit der Oberseite des Kopfes." Eine verstellbare 4-Wege-Lordosen-Stütze sei ebenso wichtig wie die Möglichkeit, Sitzhöhe und -neigung sowie die Länge der Sitzfläche den persönlichen Bedürfnissen anpassen zu können. "Zwischen Kniekehle und Sitz sollten zwei bis drei fingerbreit Platz bleiben. Nur dann stimmen Sitzdruckverteilung, Komfort und Rundumsicht", rät Detjen.

Und selbst für Fahrzeuge im Spezialeinsatz ist das Thema Rückengesundheit relevant. Für die besonderen Anforderungen von Polizeibeamten an ihre Autositze hatte Opel seinerzeit eine rückenfreundliche Lösung mit AGR-Prüfsiegel: "Wir haben die Sitze im Zafira so gestaltet, dass die Polizisten trotz aller Ausrüstung, die sie tragen müssen, ihre Einsatzfahrten ohne Rückenschmerzen absolvieren können", erzählt Koob.

Autos einfach nachrüsten - mit ergonomischen Sitzen

Auch für Autofahrer, deren Fahrzeuge noch keine ergonomischen Autositze bieten, hat Detjen eine ideale Lösung: "Man muss sich nicht gleich einen neuen Wagen anschaffen. Ergonomische Nachrüstsitze lassen sich in fast alle Modelle einbauen. Das steigert Fahrkomfort und Sicherheit zusätzlich." Auch wenn der Mensch bald nicht mehr Fahrer, sondern Passagier ist, wird er weiterhin viel Zeit im Auto verbringen. "Deshalb braucht es heute wie morgen Sitzsysteme, die sich den individuellen Anforderungen des Menschen anpassen", fordert Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. "Der Sitz muss sitzen."

Gute Vorsätze? Erstmal mehr bewegen!

Aller Anfang ist schwer: Das gilt besonders bei Neujahrsvorsätzen, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Wie schafft man es nur, seine Vorsätze auch konsequent durchzuhalten? Angesichts der Flut an Gesundheitstipps tappt man leicht in die Falle, sich zu viel auf einmal vorzunehmen. Fragt man Spezialisten, die sich täglich mit Menschen beschäftigen, die nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall ihren Lebensstil umstellen müssen, dann geht man schrittweise vor und sucht sich ein Thema heraus, zum Beispiel Bewegung, und fängt zunächst damit an, wie der Kardiologe und Reha-Spezialist Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Curschmann-Klinik am Timmendorfer Strand, weiß: „Mit Bewegung fühlt man sich schnell besser und ist leistungsfähiger. Herzkranke kommen mit mehr körperlicher Aktivität häufig auch besser mit der herzmedizinischen Behandlung zurecht.“

Wer sich regelmäßig bewegt, fühlt sich nicht nur körperlich und seelisch besser, sondern geht zugleich gegen mehrere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Übergewicht und Bluthochdruck vor, senkt aber auch sein Risiko für Volksleiden wie Diabetes, Krebserkrankungen (Darm- oder Brustkrebs) und Depression. Bewegung schützt nicht nur vor Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“), sondern wirkt sich positiv auf andere Körper- und Organfunktionen wie Zellerneuerung, Anregung der Hirnaktivität, Stoffwechselprozesse in Leber und anderen Organen aus. Die Herzstiftung bietet auf ihrer Website hilfreiche Tipps für alle an, die sich mehr bewegen möchten unter www.herzstiftung.de/bewegung oder man macht gleich die Herzstiftungs-Fitness-Workouts unter www.herzstiftung.de/fitness-videos mit.
Welche Dosis Bewegung pro Woche und welche Art von Training sind sinnvoll?

Experten wie Kardiologe Prof. Schwaab raten Erwachsenen und älteren Menschen über 65 Jahre 150 bis 300 Minuten pro Woche körperlich aktiv zu sein. Sie folgen dabei den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur körperlichen Aktivität (1). Die Bewegungen sollten ausdauerorientiert und mäßig anstrengend sein, zum Beispiel schnelleres Gehen oder Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, Ergometertraining oder auch Tanzen. Wer aber nur 75 bis 150 Minuten pro Woche trainieren möchte, kann dafür anstrengend ausdauerorientiert trainieren, zum Beispiel mit Joggen, schnellem Radfahren oder schnellem Schwimmen. Oder man kombiniert beide Varianten (mäßig anstrengend/anstrengend). „Herzpatienten sollten aber vorher ihre Belastbarkeit mit ihrem Arzt besprechen. Das gilt auch für Menschen ohne Erkrankung nach längerer Pause ohne sportliche Aktivität“, betont Kardiologe Schwaab. Zusätzlich zur Ausdauerbewegung sollte man an zwei Tagen der Woche zum Kräftigen der Muskulatur mit einem leichten Hanteltraining oder funktionsgymnastischen Übungen (z. B.  Muskelkräftigungs-, Dehnungs- oder Entspannungsübungen) aktiv sein, so die WHO-Empfehlung. Älteren ab 65 Jahren werden an drei Tagen pro Woche zusätzlich Gleichgewichts- und Koordinationsübungen zur Sturzprävention empfohlen.
Auch ein guter Vorsatz: Sitzen vermeiden, wo es geht

Generell sollte jeder zu viel dauerhaftes Sitzen vermeiden. „Am besten man gestaltet auch seinen Alltag so bewegt wie möglich, indem man kleine Spaziergänge in den Tag einbaut, ins Büro oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad statt dem Auto oder E-Roller fährt, Treppen steigt statt den Aufzug zu nehmen, den spannenden Film am Abend auf dem Hometrainer anschaut oder Telefonate konsequent im Stehen führt“, rät Schwaab. Bewegung sollte in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nie alleine stehen, sondern in Kombination mit anderen Lebensstilmaßnahmen wie herzgesunde Ernährung (Mittelmeerküche), Rauchstopp und Stressabbau stehen. Hilfreiche Infos zu den Lebensstilfaktoren bietet die Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/gesund-bleiben
Mit mehr Bewegung fällt das Abnehmen leichter

Bewegung fördert – neben einer herzgesunden Ernährungsweise wie die Mittelmeerküche - das schrittweise Abnehmen für ein gesundes Normalgewicht. Übergewicht ist für Bluthochdruck ein wichtiger und häufiger Auslöser. Bluthochdruck ist tückisch, weil man ihn zunächst nicht spürt und ihn nicht sieht („stiller Killer“). Unerkannt und unbehandelt steigt bei Bluthochdruck das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Nierenschädigung zu erleiden erheblich. Deshalb regelmäßig Blutdruck messen! Wie das geht und worauf zu achten ist, erfährt man unter www.herzstiftung.de/blutdruck-messen. Starkes Übergeweicht begünstigt zudem Herzkrankheiten wie Vorhofflimmern. Angestrebt werden sollte ein Gewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI*) zwischen 22 und 25. Beim Taillenumfang sollten Männer weniger als 102 und Frauen weniger als 88 cm anstreben. Das Bauchfett produziert Hormone und entzündungsfördernde Botenstoffe, die sich unter anderem auf den Blutdruck auswirken. „Jedes Kilo und jeder Zentimeter weniger wirken sich günstig auf den Blutdruck und den Zucker aus. Wer sich daher regelmäßig bewegt und herzgesund ernährt, trägt effektiv zum Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall bei“, betont Schwaab, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) ist.
Innerer Schweinehund? Wie man trotzdem mehr Bewegung hinbekommt

Für Lebensstiländerungen müssen wir meistens alte gewohnte Strukturen im eigenen Leben aufbrechen. „Das ist in der Regel schwierig“, weiß Schwaab aus seiner Erfahrung mit Reha-Patienten und empfiehlt: „Oftmals ist es hilfreich, in sein Lebensumfeld feste Ankerpunkte einzurichten und Mitstreiter zu suchen: die regelmäßige Lauf-, Walker- oder Herzgruppe im Verein, das mehrmalige gemeinsame Kochen mit der Familie oder mit Freunden zu Hause und für Raucher der Austausch mit Ex-Rauchern in der Selbsthilfegruppe.“ Infos für Herzpatienten zu Herzgruppen in ihrer Nähe unter: www.herzstiftung.de/herzgruppen

30.01.2023 DGA | Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.



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